Katzenschutz-Verordnung

Der Kreistag des Kreises Borken hat in seiner Sitzung am 04.12.2018 die Verordnung zum Schutz freilebender Katzen auf dem Gebiet des Kreises Borken nach § 13 b Tierschutzgesetz beschlossen.

Mit dieser Verordnung wird eine Registrierungs-, Kennzeichnungs- und Kastrationspflicht für alle freilaufenden Katzen im Kreis Borken eingeführt. Katzenhalterinnen und Katzenhalter sind ab dem 01.01.2019 verpflichtet, ihre Katzen zu registrieren und von einer Tierärztin oder einem Tierarzt kennzeichnen und kastrieren zu lassen, sofern sie diese daußen frei laufen lassen (sog. Freigängerkatzen).

Zur Katzenschutzverordnung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Katzenschutzverordnung im Kreis Borken

Seit dem 01.01.2019 gilt im gesamten Kreis Borken die Pflicht für Katzenhalter, ihre Katzen, die Freigang genießen dürfen, zu kastrieren. Des Weiteren müssen die Tiere mit einem Microchip versehen sein und in einem Heimtierregister wie z.B. Tasso oder Findefix registriert werden. Wichtig hierbei zu wissen: Das Setzen eines Microchips beim Tierarzt bedeutet nicht automatisch, dass ein Tier (Hund/Katze) registriert ist. Hier muss der Halter selbst aktiv werden. Der Eintrag in eines der o.g. Heimtierregister ist kostenlos, die Kosten für die Kastration und den Chip sind vom Katzenhalter zu übernehmen.

Wie auch schon bisher sind die Tierschutzvereine im Kreis erster Ansprechpartner, auch wenn es um freilebende, unkastrierte Katzen geht. In der Zukunft sollen diese Katzen im Regelfall nach erfolgter Kastration noch in Vollnarkose mit einem sogenannten „Ear-Tipping“ versehen werden. Dies bedeutet, dass ein kleines Stück von der linken Ohrspitze mit einer sterilen Schere abgetrennt wird. Dadurch entsteht ein gerader Schnitt, der nicht mit den Folgen von Kampfverletzungen verwechselt werden kann und gut aus der Ferne erkennbar ist. Somit bleibt vielen Katzen ein stressreiches und unnötiges Einfangen erspart. Das Ear-Tipping wird schon in einer Vielzahl von anderen Kreisen deutschlandweit durchgeführt und stellt nach den bisherigen Erfahrungen kein Problem für die Katzen dar.

Kreisweit gibt es eine Vielzahl von sogenannten Hot-Spots, an denen sich Katzen in der Vergangenheit unkontrolliert vermehrt haben. Die Tiere dort schnellstmöglich zu kastrieren, um eine weitere Vermehrung zu vermeiden, ist ein vorrangiges Ziel der Vereine. So ist beispielsweise der Verein Katzenhilfe Bocholt aktuell bei McDonalds in Isselburg, Raesfeld und in Bocholt in Biemenhorst, am Kaisergarten, an der Dingdener Straße und im Industriegebiet aktiv und der Tierschutzverein Gronau hat im Bereich der Sudetenstraße einen Hot-Spot.

Alle Tierschutzvereine helfen gerne, auch bei der Kastration von Hofkatzen. Allerdings sind auch alle Vereine auf die finanzielle Unterstützung der Mitbürger angewiesen, da sie gemeinnützige Vereine sind, die ihre Arbeit aus Spenden finanzieren. Alleine für die Kastration, Microchip und eine Entwurmung und Entflohung fallen rund 120 Euro für einen Kater und 150 Euro für eine Katze an. Oft sind die Tiere aber auch noch krank und müssen tierärztlich versorgt werden, wofür dann weitere Kosten anfallen. Futterspenden für zahme Fundtiere, die auf ein neues Zuhause warten, werden ebenso gerne entgegengenommen.

Wer sich aktiv an der Katzenschutzarbeit beteiligen möchte, ist gerne gesehen. Das Anfüttern und Einfangen der Katzen, die Unterbringung nach der Kastration und das anschließende Freilassen sind nur einige der zahlreichen Arbeiten, die durch die Vereine erledigt werden.