Kastration

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Jedes Jahr v.a. im Frühling und Herbst kommen viele Kitten auf die Welt, die Zahl der umher streunenden, kranken Katzen nimmt zu.

Die weiblichen Katzen teilweise schon mit 4 bis 5 Monaten rollig und können ihrerseits schnell zur Vermehrung des Katzenbestandes beitragen. Katzen werden im Frühling und Sommer alle 15 – 28 Tage rollig, bis sie gedeckt werden. Auch Kater können schon ab einem Alter von ca. 6 Monaten geschlechtsreif sein.

Viele dieser Katzen und deren Kitten werden nicht richtig versorgt, werden krank, hungern, sind verfloht und verwurmt. Die Zahl der Katzen, die im Tierheim oder bei Tierschutzvereinen landen, nimmt stetig zu.

Wichtig ist daher, seine Katzen/Kater rechtzeitig kastrieren zu lassen. Die erste Rolligkeit muss bei einer Katze nicht abgewartet werden und es gibt auch keinen medizinischen Grund, die Katze vor der Kastration einmal werfen zu lassen.

Katzen und Kater werden kastriert (und nicht sterilisiert, wie es oft bei Katzen genannt wird).

Kastration bedeutet die Entfernung der Keimdrüsen, also beim Kater die Hoden, bei der Katze die Eierstöcke, um die weitere Hormonproduktion und damit die Fortpflanzungsfähigkeit zu unterbinden.

Vorteile der Kastration

Hier ist zunächst natürlich die Eindämmung des Katzenelends zu nennen.

Kastrierte Katzen haben eine höhere Lebenserwartung. Der Aktionsradius, in dem sich die Katzen bewegen, vermindert sich. Kastrierte Kater müssen sich in der Paarungszeit nicht mit anderen Katern um die Gunst einer Partnerin auseinandersetzen, es kommt zu weniger Kämpfen, damit einhergehend zu weniger Verletzungen/Abszessen. Außerdem kann es bei Kämpfen und auch beim Deckakt zur Übertragung von Infektionskrankheiten kommen. In der Paarungszeit sind Katzen und Kater unruhig, unvorsichtig und es kommt vermehrt zu Unfällen.

Viele unkastrierte Katzen und Kater  markieren sowohl draußen als auch in der Wohnung. Der Urin hat einen für uns unangenehmen Geruch.

Wenn unkastrierte Wohnungskatzen nicht gedeckt werden, kann es zur Dauerrolligkeit kommen. Dauerrollige Katzen schreien viel, fressen wenig, magern ab und sind unruhig. Das bedeutet Stress für die Katze und ist auch für den Besitzer unangenehm und schwer zu ertragen. Außerdem kann die Dauerrolligkeit zur Gebärmutterentzündung führen.

Katzen bleiben entgegen mancher pauschaler Aussagen auch nach der Kastration gute Mäusefänger.